AUF REISEN | Willkommen in Moskau!

Nach fast einem halben Jahr möchte ich euch heute und in den nächsten Wochen noch ein wenig über meine „Weltreise“ erzählen. Eigentlich war es nur eine Drei-Länder-Reise, aber da ich dabei unglaublich weit gereist bin, nenne ich es jetzt mal Weltreise. Der Grund, warum ich trotz nur drei Ländern so weit reisen konnte, nennt sich „Russland“. Im flächenmäßig größten Land der Welt habe ich fast 10.000 Kilometer Strecke mit der transsibirischen Eisenbahn zurück gelegt. Gestartet ist meine Reise in Moskau – für mich ein absolut perfekter Beginn.

Meine Unterkunft in Moskau: Vagabond Hostel

Als mein Flieger in Moskau landete, war ich bereits so erschöpft, dass ich nur noch ins Bett wollte. Mithilfe meiner Kyrill-Kenntnisse fand ich auch schnell die richtige Station und mein Hostel. Ich war vorher gewarnt worden, dass in russischen Hostels oft nur Russen wohnen, weil es günstiger für sie ist, aber in meinem Hostel war das nicht der Fall. Der Eigentümer begrüßte mich freundlich an der Tür und zeigte mir das unglaublich gemütliche Hostel, das zudem einen großartigen Ausblick auf die Tverskaya-Straße bot. In der kleinen Wohnküche saß eine Gruppe an Backpackern, zu denen ich mich, noch etwas schüchtern, dazu gesellte. Ich bekam sofort einen Tee und ein Bier gereicht und es wurde angestoßen. Später gingen wir, bei -18°C, noch in eine Craft Beer Bar und verbrachten einen witzigen Abend. Meine vorherige Müdigkeit war wie vergessen.

In dem Hostel wurden regelmäßig Events angeboten, wie ein Borschtsch-Essen oder gemeinsames Filmgucken. Bei den eisigen Temperaturen war es angenehm auch mal drinnen bleiben zu können. Das Bett war nicht sehr bequem und mein Nachbar schnarchte, aber dank Ohropax konnte ich trotzdem ganz gut schlafen. Trotz der Betten kann ich das Hostel wärmstens für Backpacker empfehlen, da dort eine tolle Stimmung herrschte und man auch viele Locals traf, die Freunde des Eigentümers oder der Volunteers waren. Zudem ist es sehr zentral gelegen. Pro Nacht kostete es 12€ und ich blieb vier Nächte. Das Frühstück war inklusive.

Kostenlose Moskau-Tour

In der Woche gibt es jeden Morgen die Möglichkeit an einer Moskau-Tour auf Spendenbasis teilzunehmen. Nachmittags gibt es dann noch eine zweite Tour, in der die berühmte Moskauer Metro angesehen wird. Einige Jungs aus dem Hostel und ich nahmen an der ersten Tour teil. In diesem Rahmen liefen wir zu Fuß durch die halbe Innenstadt, sahen zum ersten Mal den roten Platz und die Basilii-Kathedrale und bestaunten eine orthodoxe Kirche von innen. Um einen Überblick zu bekommen, fand ich die Tour sehr empfehlenswert. Allerdings war es unglaublich kalt und meine Kleidung, obwohl aus vielen Lagen bestehend, eigentlich zu dünn für den zweistündigen Spaziergang.

Nach der Tour wärmten wir uns auf und aßen Mittag. Essen ist in Moskau nicht so supergünstig, aber die Kantinenkette „Mu-Mu“ bietet leckere traditionelle Speisen für einen fairen Preis an. Die Stolowaja No.57 im Kaufhaus GUM, was an sich auch schon eine Sehenswürdigkeit ist, kann ich ebenfalls empfehlen. Auch hierbei handelt es sich um ein kantinenartiges Restaurant.

Moskau Basilii Cathedrale
Moskau GUM Weihnachtsbeleuchtung
Moskau Universität

Die Moskauer Metro

Da mein Hostel im Zentrum von Moskau lag, bin ich nicht viel mit der Metro gefahren. Ich ließ es mir aber nicht nehmen eine große Tour zu machen um mir die Stationen anzusehen. Moskau ist weltberühmt für seine prunkvollen Metro-Stationen und das zu Recht. Die schönsten Stationen sind Komsomolskaya, Mayakovskaya, Kievskaya und Dostoevskaya. Ein Ticket kostet 50 Rubel, was etwa 70 Cent sind. Sofern man die Metro nicht verlässt, kann man damit stundenlang fahren.

Moskauer U-Bahn
Basilii Cathedrale
Vagabond Hostel Moskau

Sonstiges

Kyrill-Kenntnisse können in Russland sehr hilfreich sein, da viele Aufschriften nicht in englischer Schrift vorhanden sind. Es ist nicht sehr aufwändig die Schrift zu lernen und man fühlt sich fast als würde man eine Geheimschrift entziffern können.

Wenn ihr kein Russisch sprecht, wie ich, dann könnt ihr getrost die Museen skippen: So interessant wie die Ausstellungen sind, stehen trotzdem fast nirgendwo englische Überschriften dran, sodass ihr kein Wort verstehen werdet.

Außerdem ist es verdammt kalt im Winter. Also zieht euch warm an! Und warm meint nicht eine lange Unterhose, sondern zwei. Ansonsten werden euch -18°C echt an die Nieren gehen. Bedenkt außerdem, dass ihr bei dem Wetter nicht den ganzen Tag unterwegs sein könnt, sondern immer wieder Pausen einlegen solltet, um euch aufzuwärmen.

xoxo Ruth
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