OUTFIT | Die weiße Latzhose

Es gibt Tage, die werfen einen so richtig aus der Bahn. Vor ein paar Wochen wurde mir mein Nebenjob gekündigt. Ohne, dass ich etwas dafür konnte. Ich ging ganz normal morgens zur Arbeit. Nachdem ich  mich gerade an den Schreibtisch gesetzt hatte, bat mich meine Vorgesetzte mitzukommen. Vollkommen ahnunglos lief ich ihr hinterher und wenige Minuten später war ich meinen Job los. Weil die „Kompetenzen zur Aushilfenbetreuung“ fehlten. Ich wollte mir nichts anmerken lassen, aber ich ging ohne mich von irgendwem zu verabschieden. Fünf Monate hatte ich mit all diesen Menschen zusammengearbeitet, aber ich war zu schwach, deswegen sprach ich nicht. Nachdem die Tür hinter mir zugefallen war, liefen mir Tränen über die Wangen. Tapfer fand ich mich, dass ich die paar Minuten durchgehalten hatte, nicht zu weinen. Der Weg nach Hause schien mir viel länger als sonst.

Zuhause konnte ich nicht mehr an mich halten und musste dann richtig weinen. Nachdem ich zwanzig Minuten all den Frust und die Trauer rausgelassen hatte, öffnete ich das Internet und klickte mich durch Jobanzeigen. Vier Bewerbungen schrieb ich an dem Tag. Nur nicht aufgeben, kleine Ruth. Obwohl ich am Vormittag vollkommen verzweifelt war, weil ich nicht wusste, was zwei Wochen später sein würde, hatte ich am Nachmittag schon zwei Einladungen für Bewerbungsgespräche am nächsten Tag. So bitter dieser Tag auch war: Man sollte nie aufhören zu reiten, weil man einmal vom Pferd gefallen ist. Denn dann wird man nie wieder aufsteigen können. Aufgeben ist für schwache Menschen und ich will kein schwacher Mensch sein.

OUTFIT DETAILS:
Kette: Nerdbirds* – Shirt: Primark – Latzhose: Sheinside
Uhr: IceWatch – Rucksack: Primark – Ballerinas: Anna Field

xoxo Ruth
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