OUTFIT | Warum ich Snapchat nicht mag

Ich habe den Eindruck, dass in letzter Zeit jeder Blogger sich auf Snapchat herumtreibt und habe auch schon oft in Gesellschaft von anderen Bloggern miterlebt, wie sie die Umgebung oder sich selbst filmten und währenddessen irgendwas in ihr Smartphone quatschten. Snapchat ist keinesfalls eine neue App, es gibt sie schon seit 2011, aber erst jetzt ist sie in Deutschland angekommen. Als meine kleine Schwester 2012 in Amerika war, erzählte sie mir von Snapchat, das dort schon sehr beliebt war. Auf ihre Empfehlung lud ich mir die App runter und schickte mir mit Freunden ein paar Bilder hin und her. Nach wenigen Tagen war ich gelangweilt und löschte die App wieder.

So geht es mir heute immer noch: Zuerst wusste ich überhaupt nicht, dass man Bilder auch öffentlich teilen kann, was ich zwar eine interessante Idee finde, aber eigentlich habe ich dafür auch Instagram und meinen Blog. Und ich bin ehrlich: Ich verbringe jeden Tag mehrere Stunden mit Instagram und dem Blog bzw. dem Lesen anderer Blogs. Eine App wie Snapchat brauche ich nicht zusätzlich, weil es mir einfach zu zeitintensiv wird. Es stört mich schon, wenn in öffentlichen Verkehrsmitteln ganz plötzlich Instagram-Videos starten, das Problem möchte ich nicht ebenfalls noch mit Snapchat-Videos, bei denen der Ton unverzichtbar ist. Auf meinem Blog und auf Instagram gebe ich schon ziemlich viel über mein Leben preis und der Rest ist einfach Privatsphäre. Klar, man kann sagen „ungeschönt und so..“, aber interessieren meine Nudeln mit Tomatensoße tatsächlich irgendwen? Interessiert jemanden meine unaufgeräumte Wohnung voller Chipstüten? Ich glaube nicht. Dieses kleine bisschen Privatsphäre möchte ich mir behalten und das, obwohl ich mich als Bloggerin bewusst für Öffentlichkeit entschieden habe.

Ein wenig schade finde ich als Nicht-Snapchat-Nutzer, dass viele Blogger Content nur auf dieser Plattform veröffentlichen, den ich eigentlich schon ganz gerne sehen würde, aber das ist es mir nicht wert diese App auf meinem 8GB-iPhone zu installieren. Andererseits muss ich meine Lieblingsblogger nicht im Pyjama sehen, damit sie mir sympathisch werden, denn das sind sie schon, sonst würde ich ihre Blogs nicht lesen. Ich mag die weiße Instagram-Welt, in der jede Bloggerin auf #nomakeup-Selfies geschminkt ist und vor dem „Random“-Shot von der Wohnung erst einmal eine halbe Stunde aufgeräumt wurde. Viele sagen, dass das neidisch macht und dass Snapchat ja so natürlich sei, aber das einzige, was mich neidisch macht, sind tolle Reisebilder und dass ich die aktuellen Zara-Sale-Hauls nur auf Snapchat sehen kann. Und wer sagt, dass vor dem „Guten Morgen“-Snap nicht auch schon Make-Up aufgetragen wurde und das Bett gemacht?

Ich bleibe skeptisch, aber vielleicht könnt ihr mich ja überzeugen? Seid ihr Pro- oder Contra-Snapchat? Vielleicht habe ich ja auch einfach das Prinzip nicht verstanden…

OUTFIT DETAILS:
T-Shirt: ebay – Tasche: Rebecca Minkoff – Hose: T-K Maxx

Armband: Primark – Sandalen: bonprix

xoxo Ruth
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Snapchat
Outfit rote BluseBoho Hose
Ruth

12 Comments

  • Ich kann dich da ganz und gar verstehen. Ich kenne Snapchat auch bereits seit 2012 aus Australien und habe den Sinn dahinter nie so ganz verstanden. Bis die App auf Blogs so sehr gehyped wurde, dachte ich aber auch, dass man da nur Bilder an Freunde schicken kann und nicht mit der ganzen Welt teilen. Wie genau das funktionieren soll, weiß ich noch gar nicht. Und ehrlich gesagt habe ich ähnlich wie du auch wenig Zeit mich damit auseinander zu setzen. Als Blogger verbringt man schon so viel Zeit auf Social Media Plattformen, da muss man sich irgendwann entscheiden, ob man wirklich bei jedem Trend dabei sein möchte.

    Liebe Grüße,

    Hanna

  • Ich kenne die App nur vom Hörensagen, ist aber auch nichts für mich. Was ich so so davon höre wirkt auf mich ein wenig als wenn die Leute einen Off-Kommentar für ihr eigenes Leben filmen um den dann zu teilen. Heute hat man zwar die Möglichkeit alles mit jedem zu teilen und zu posten, aber man muss sich nicht für ALLE Wege entscheiden. Ich persönlich habe mit meinem Blog (den ich leider nicht halb so liebevoll wie du pflege), Twitter und Instagram eindeutig genug Wege.
    Genau genommen sind alle diese Wege eh nur für Sachen die nicht wirklich weltbewegend sind, aber einfach SPASS machen. Ich mache gern mal ein Foto von was leckerem, aber ich richte nicht extra so an, dass das Essen besonders toll aussieht. Wenn ich etwas bestellt hab mache ich nur manchmal ein Foto, aber habe schon Leute erlebt die so lange Fotos von ihrem Eisbecher machten, bis er schmolz. Schade drum. Wenn ich mir nun vorstelle, dass diese Leute das auch noch live sprachlich kommentieren – oje nein Danke. Das ist nichts für mich. Und ob nun geschönte Fotos bei Instagram oder nicht, das sieht man am Ende dann doch. Was das mit dem Aufräumen vor „Random“-Fotos angeht muss ich zustimmen. Ich hab auch so meine Ecken in der Bude wo das Licht halt gut ist und bevor ich da ein Foto mache räume ich (na gut MEISTENS^^) auf. Hat also durchaus seine Vorteile.
    Wenn man Instagram hat und wirklich mal das Bedürfnis hat, ein Video zu posten dann kann man das auch dort tun. Von meinen ca 1300 Beträgen dort sind vielleicht 10 oder 15 Videos.
    Kurz gesagt: Nö, man braucht da nicht sein. Genausowenig auf anderen Plattformen, aber wenn´s Spaß macht kann man es ja. Nur nicht vorraus setzen.

    Lg, Ruha

  • Ich habe Snapchat oft deinstalliert und bin doch immer wieder zurückgekehrt. Mittlerweile macht es mir Spaß ‚Behind the Scenes‘ von meinen Lieblingsbloggern anzusehen. Allerdings poste ich nur ganz selten was und auch nur wenn mir extrem langweilig ist. Mich nervt es so sehr, dass man sich Snaps nur 24 Stunden lang anschauen kann… So ist man jeden Tag an die App gebunden, weil man ja nichts verpassen möchte. Da haben sich die Hersteller wirklich was schlaues überlegt….

    Alles Liebe,
    Aly

  • Erstmal möchte ich sagen, dass mir dein Outfit sehr gut gefällt. Alles passt perfekt zusammen.
    Also seit einiger Zeit verwende ich auch Snapchat. Aber nur zum gucken. Ich finde es schon interessant, Einblicke in das „alltägliche“ Leben so mancher Blogger zu bekommen. Außerdem wird viel persönliches erzählt, was man so nie über instagram oder Facebook mitbekommen würde.
    Liebe Grüße
    Jennie :)

  • Hi! Darf ich Fragen mit welcher Kamera und welchem Objektiv du fotografierst? Deine Bilder sehen immer soo toll aus und die Hintergrundunschärfe ist super!

    Liebe Grüße

  • Ich sehe das so wie du und finde es ehrlich gesagt auch ziemlich überflüssig. Wir verbringen schon so viel zu viel Zeit am Handy, mit Twitter, Instagram und dem ganzen Kram und nun kommt auch noch etwas neues dazu? Wer mich kennen lernen möchte, kann sich gerne mit mir treffen, dazu brauche ich kein Internet auf dem 80% der Fotos/Videos sowieso gestellt sind.

  • Hallo Liebes,
    mir gehts wie Dir – ich kann ehrlich auch nicht so viel damit anfangen obwohl es grad von vielen so gehypt wird … ein bisschen froh bin ich schon, dass ich mit meiner Meinung nicht
    allein da stehe :D

    LG aus der EDELFABRIK
    Chrissie

  • Huhu,
    keine Sorge du bist nicht allein ;) Ich hab das Konzept „Snapchat“ auch nicht wirklich kapiert… Muss dazu sagen, dass ich mich auch noch nicht wirklich damit beschäftigt habe sondern von vorneherein als „brauch ich nicht!“ abgestempelt hab… :D
    Der Blog und diverse Sozial-Media-Seiten fressen eh schon genug Zeit!

    Liebe Grüße von Marie // https://fotografieable.wordpress.com

  • Hah, endlich mal jemand, der da die selbe Meinung hat, wie ich! :D
    Ich habe mir Snapchat heruntergeladen und relativ schnell wieder gelöscht – zu kompliziert, zu aufwändig und meiner Meinung nach nicht interessanter als Instagram und Blogs. Genau wie du finde ich es schade, dass viele Blogger nur noch dort ihren Content hochladen. :/
    Und ich liebe diese „geschönte“ Insta-Welt, ich denke den meisten Menschen ist klar, dass das nicht die Realität ist und solange das im Kopf bleibt ist alles okay. Dafür lädt diese „geschönte Welt“ einfach zum Träumen ein. Man achtet auf die kleinsten hübschen Kleinigkeiten im Alltag und das macht echt gute Laune. :) Die „Realität“, die scheinbar auf Snapchat geteilt wird oder werden soll kennt jeder. Das ist für mich eher langweilig. Die „geschönte“ Version auf Instagram oder Blogs muss ja erst einmal so hergerichtet werden, das macht jeder auf seine Weise und dabei entstehen viele verschiedene und kreative Stile. Quasi wie eine Art einfache Alltagskunst, das mag ich total. :)

    Liebe Grüße ♥

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