ON TOUR | Taghazout

Taghazout: Der wohl niedlichste Ort, den ich jemals besucht habe und ein echter Geheimtipp. Wie ich in meinem letzten Post schon beschrieben habe, waren wir zuerst gar nicht erfreut, dass wir dort gelandet waren. Das Dorf wirkte eher bedrohlich als freundlich auf uns. Am ersten Abend besuchten wir nur den Strand von Taghazout und Tim warnte mich vor den streunernden Hunden. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass diese in dem kleinen Fischerdorf überall dazu gehörten…

Da man in dem kleinen Ort besonders gut surfen kann, ist eigentlich an jeder Ecke ein Surfer oder zumindest ein Surfbrett zu sehen. Die Straße wird gesäumt von kleinen Surfershops, in denen man Surfkurse buchen kann, und niedlichen authentischen Restaurants. Man kann hier überall sehr günstig essen und wir waren in keinem Restaurant, in dem es nicht geschmeckt hätte. Unser Highlight war der letzte Abend: Wir sind am Ende des Dorfes runter zum Strand gegangen und haben dort auf den Klippen einen Tisch eines kleinen Restaurants bekommen. Es gab eine marrokotypische Tagine, die bei mir aus gegartem Gemüse in Soße bestand, und Minztee. Von unserem Sitzplatz hatten wir den perfekten Blick auf die im Meer versinkende Sonne.

Obwohl Marokko ein muslimisches Land ist, habe ich wenig verschleierte Frauen in Taghazout gesehen. Die meisten Jüngeren waren ganz normal bekleidet. Und am Strand liefen viele Mädels (auch marokkanische) in Badeanzug oder Bikini herum. Natürlich immer kombiniert mit einem halbangezogenen Neoprenanzug und einem Surfbrett. Auch wir belegten einen Surfkurs und während Tim nach einer Stunde stehen konnte, tat ich mich unheimlich schwer. Viel günstiger als hier kann man wohl nirgendwo surfen lernen: 20€ kostete ein halber Tag Surfkurs – inklusive Brett und Neoprenanzug.

Im Endeffekt waren wir sehr glücklich, dass wir in Taghazout und nicht in Agadir gelandet waren. Agadir empfanden wir als sehr häßlich, groß und touristisch – vor dem Erdbeben in der 60ern war es sicherlich schön gewesen, aber es wurde eher lieblos wiederaufgebaut. Taghazout ist daneben eine wahre Perle – alles wirkt ursprünglich und bunt. Niemand bettelt dich an oder versucht dir etwas anzudrehen und alle Menschen sind freundlich und entspannt. Auch Frauen, die Knie zeigen, werden nicht groß angeschaut und auf eine Kamera achtet hier auch keiner. In anderen Teilen von Marokko wurden wir wegen unserer Kamera zum Teil blöd angemacht (Fotoverbot im Islam).

Falls ihr also mal in Marokko seid und euch in der Nähe von Agadir aufhaltet, kann ich euch nur ans Herz legen Taghazout zu besuchen. Meine komplette Reise ist übrigens blogunabhängig erfolgt und meine Posts enthalten (abgesehen von möglichen Kleidungsstücken in Outfitposts) kein einziges Sponsoring! Hotel, Flüge und alles andere haben Tim und ich aus eigener Tasche gezahlt.

xoxo Ruth
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