THOUGHTS | Die Macht der Großkonzerne

In letzter Zeit habe ich mir viele Gedanken über einige Dinge gemacht, die in meinem Leben vorher nicht vorgekommen sind und diese neuen Gedanken haben ein wenig Weltschmerz in mir ausgelöst: Vor ein paar Wochen erzählte mir meine Kosmetikerin, dass die meisten kommerziellen Pflegeprodukte Müll sind – logisch sind sie das, denn eine Kosmetikfirma gehört meist zu einem Großkonzern, dem noch weitere Kosmetikmarken zugehören und hat dementsprechend gar kein Interesse daran gute Kosmetik zu vertreiben, denn wenn unsere Haut dadurch toll werden würde, würden sie nicht mehr soviele Produkte verkaufen – sowohl weitere Pflege von anderen Marken als auch Make Up oder Concealer.

Einige Tage später las ich einen Artikel darüber, dass Nestlé in Dürregegenden Leitungswasser abfüllt und Grundwasser abgräbt um Profit zu machen. Zuerst machte mich das einfach wütend, aber als ich weiter nachdachte, wurde ich einfach traurig. Wie können Menschen so profitgierig sein? Wie kann es einem Menschen so egal sein, was er mit seinen Taten anderen antut? Und nachdem ich keine Antwort fand, wurde mir die traurige Wahrheit klar: Der Großteil dieser Konzernchefs sind Arschlöcher, sie müssen Arschlöcher sein, sonst wären sie niemals an die Spitze eines riesengroßen Konzerns gekommen. Es sind Menschen, die über Leichen gehen, die in der Lage sind aus der Not anderer Profit zu schöpfen.

Der Großteil der Marken, die man in Drogerien oder Supermärkten kaufen kann, gehört zu einem dieser Großkonzerne und reich daran werden immer nur die gleichen. Nicht derjenige, der die Idee für das Produkt hatte, die Verpackung designt hat oder es in der Fabrik abgepackt hat, selbst die höheren Manager verdienen keine Millionen – bereichern tut sich an alldem nur der Chef, der ganz ganz oben steht.

Ein guter Freund erzählte mir letztens er wäre jetzt Veganer, da er die Wirtschaft bezüglich Tierprodukten nicht unterstützen wollte, er sagte mir, würde er Käse klauen, würde er ihn essen. Ich bin da zwar etwas weniger drastisch, aber die wirtschaftliche Lage ist mir ebenfalls ein Dorn im Auge. Obst und Gemüse kaufe ich am liebsten auf dem Wochenmarkt, da weiß ich, dass ich den Bauern aus der Nähe unterstütze und mein Geld am Schluss nicht bei Nestlé oder einem anderen Großkonzern landet.

Beim Konsum von Kleidung ist es im Endeffekt ähnlich, weshalb ich in letzter Zeit immer öfter Second Hand kaufe und gerade angefangen habe auch selber zu nähen. Ich finde es einfach enorm wichtig, die Umwelt bei den Dingen, die ich tue, im Auge zu behalten. Vor allem ich als Modebloggerin bin in Sachen Konsum ja eher ein schlechtes Vorbild und deswegen liegt es mir am Herzen auch solche Gedanken mit euch zu teilen und euch zu bitten ein paar Sekunden länger zu überlegen, wenn ihr etwas kauft.

xoxo Ruth
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3 Comments

  • Liebe Ruth,
    ich finde es schon mal ganz toll, dass du dir über solche Themen Gedanken machst! Sehr viele Menschen ignorieren das einfach.
    Ich bin inzwischen bei meiner Pflege auf Naturkosmetik umgestiegen und kaufe immer öfter bei ganz kleinen Manufakturen ein. Da gibt es wahre Perlen! Je mehr man sich mit den Großkonzernen beschäftigt, um so unsympathischer werden sie…
    GLG Andrea

  • Wie recht du hast. Ich habe schon vor etwas längerer Zeit beschlossen Produkte von derartigen Firmen so gut es geht zu vermeiden – doch das ist häufig gar nicht so leicht, weil man nicht immer direkt erkennt, welche der vielen verschiedenen einzelnen Marken an diesem Konzern hängen.
    Was die Kosmetik betrifft, suche ich gerade wieder nach Alternativen aus der Natur – so benutze ich beispielsweise keine Bodylotion mehr, sondern nehme nur noch (Bio)Kokosnussöl – und siehe da: meine Haut ist besser denn je.
    Liebste Grüße

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