OUTFIT | Weißes Vintage-Kleid & was ich zu Massenkonsum denke

Ich bin ein Mensch, der viel konsumiert. Durch meinen Modeblog fühle ich mich manchmal gezwungen viel zu konsumieren, da ich meinen Leser die neuesten Trends zeigen möchte und nicht hinterher hängen möchte. Aber macht mich Konsum wirklich glücklich?

Eine Reise zurück in der Zeit: Die 16-jährige Ruth besaß nicht viele Klamotten, aber das war ihr egal. Die Sachen, die sie in ihrem Schrank hatte, ließen sich gut miteinander kombinieren und angezogen wurde das, was obendrauf lag oder gerade zum Wetter passte. Ich war nicht unzufrieden, mir hat nichts gefehlt. Durch den Blog kaufte ich immer mehr Kleidung. Zuerst viel, was im Trend war, im Endeffekt genau die Dinge, die ich nach einem halben Jahr dann auch wieder verkaufte, weil sie mir längst nicht mehr gefielen und ich sie auch nur hatte, weil sie in waren. Mittlerweile habe ich mich etwas mehr gefunden. Ich weiß, was mir steht und was ich gut mit den anderen Dingen in meinem Schrank kombinieren kann. Langsam finde ich auch heraus, welche Stilrichtung ich an mir selbst am liebsten mag: Den verspielten, etwas mädchenhaften Boho-Look. Viele Kleidungsstücke, die vor einem Jahr in meinen Schrank wanderten, sind längst verkauft oder verschenkt. Qualität war mir damals egal, Hauptsache Haben. Und dafür kann ich mich nicht leiden, weil ich nicht so bin.

Mein weißes Vintage-Kleid auf den Photos habe ich von einer Tauschparty in Hamburg, wo jeder gebrauchte Dinge hinbringen konnte und alles, was gefiel, mitnehmen konnte. Das war eine tolle Erfahrung, die ich jederzeit wieder machen würde. Diese Art von Konsum finde ich gut, denn niemand kauft neue Dinge und trotzdem läuft man am Schluss glücklich mit einer Tüte voller schöner Kleidung nach Hause. Ich versuche mir anzugewöhnen viel weniger zu kaufen und lege, wenn ich etwas kaufe, viel mehr Wert auf Qualität. Noch nie zuvor waren mir Materialien so wichtig. Klar, kaufe ich noch bei H&M oder New Yorker, aber seltener, viel seltener. Ich schreibe mir Listen mit Kleidung, die mir in meinem Schrank fehlt, die ich zu brauchen meine und kaufe nur diese Dinge oder wenn mich ein Kleidungsstück richtig flasht. „Ganz schön“, reicht mir nicht mehr. Oft kaufe ich auch nach dem Prinzip, dass ich Dinge erst wieder weglege und wenn ich nach ein paar Tagen noch daran denke, dann kaufe ich es erst. Manchmal habe ich Pech, dass etwas ausverkauft ist, aber in dem Fall muss ich halt schauen, ob ich es anderswo her kriege.

Ich versuche bewusster zu konsumieren, weil ich mit dem Massenkonsum nicht leben kann. Dabei möchte ich auch mehr auf Herstellung achten. Als Blogger bin ich für ein paar Menschen ein Vorbild und ich will niemandem vorleben, dass man durch Konsum glücklicher wird, denn das wird man nicht.

OUTFIT DETAILS:
Kleid: Vintage – Tasche: natura Barcelona

Armbänder: diverse – Shorts: ebay – Schuhe: Primark

xoxo Ruth
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