THOUGHTS | Meine Stilreise

Vor ein paar Jahren hätte ich mich ausgelacht, wenn ich mir erzählt hätte, dass ich eines Tages einen Modeblog haben würde. Zwar war Mode bei mir nie Mittel zum Zweck, aber die Pfade auf denen ich gewandelt bin, waren selten topmodisch. Dennoch finde ich es total spannend wie mich alle meine modischen Ausbrüche zu dem Stil geführt haben, den ich jetzt habe und der sich einfach richtig anfühlt. Aber zu meinem aktuellen Stil später mehr, ich möchte ganz vorne anfangen mit meiner Stilreise…

Meine bunte Kindheit

Schon als Kind wusste ich genau, was ich will. Ich erinnere mich, dass meine Mama mir einen Zopfstrickpullover gekauft hatte, den sie mir dann zum Anziehen rauslegte. Ich fand den Pullover so hässlich, dass ich ihn nicht anziehen wollte. Weil ich das meiner Mama allerdings nicht sagen wollte, behauptete ich, der Pulli würde kratzen um ihn nicht anziehen zu müssen. Später kaufte sie mir beige Schnür-Vans für eine Klassenreise, auf der wir eine Segeltour machten. Auch dieses Mal weigerte ich mich die in meinen Augen hässlichen Schuhe mit auf Klassenreise zu nehmen.

Etwa in der 6. Klasse begann ich für mich selbst einzukaufen. Damals mussten meine Outfits vor allem bunt sein. Ob die Farben zusammen passten, war mir relativ egal. Ein typisches Outfit für mich bestand aus einer türkisen Hose, einem gelbem Shirt, einem rotem Hoodie und grünen Chucks.

Bunte Outfits Kindheit

Grunge-Stil durch das Bloggen

In der zehnten fing ich an zu bloggen und das bemerkte man, obwohl ich damals kein Modeblogger war, auch an meinem Stil: Leggings, weite Shirts und kleine Grunge-Elemente wie karierte Röcke prägten meinen Stil. Schwarz war die dominierende Farbe in meinem Kleiderschrank. Außerdem trug ich bevorzugt Hoodies von meinen männlichen Freunden.

GrungeSkater Outfit
Skater Outfit

Mein Skater-Stil und bequeme Outfits für die Uni

Nachdem ich mit 17 zu skaten angefangen hatte, wurden meine Looks wieder farbenfroher: Meistens trug ich graue oder schwarze High-Top-Sneaker mit bunten Schnürsenkeln, Jeans und bunte Kapuzenpullover, die ich mir von meinen Reisen durch Europa mitbrachte oder alternativ eine schwarz-weiße Collagejacke, die ich auch immer noch besitze.

Mit Anfang des Studiums begann ich mich relativ kausal zu kleiden. Meistens zog ich Leggings oder enge Jeans und Oversize-Pullover an. Das war bequem und ich musste morgens nicht lange überlegen, was ich anziehen wollte. Auch heute noch trage ich zur Uni fast ausschließlich Oversize-Pullover und Jeans.

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Mädchenhafte Outfit und ein Boho-Sommer

Vor etwa zweieinhalb Jahren entdeckte ich dann Joana und ihre damals häufig elfenhaften Kleidchen in pastellfarben, was auch meinen Schrank sehr änderte. Statt dunklen Farben fanden sich nun dünne, flattrige Stoffe in pastelligen Tönen auf der Kleiderstange in meiner ersten WG. Damals begann ich gleichzeitig den Fokus meines Blogs von Beauty weg auf Mode zu setzen und Instagram aktiv zu benutzen. Typische Outfits zu dieser Zeit waren dieses und dieses. Diese Phase hielt allerdings nicht besonders lang, was sicherlich auch daran lag, dass ich den Großteil der verspielten Flatterkleidchen und Röckchen in China bestellte und sie einfach schnell kaputt gingen oder nicht mehr schön aussahen. Dann kam der Winter und ich kleidete mich etwas ziellos irgendwo zwischen boho-inspirierten, minimalistischen und weiterhin pastellfarbenen Outfits und manchmal trug ich Outfits, die mit alldem gar nichts zu tun hatten. Damals schon sinnierte ich in einem eher minimalistischen Look über Stilfindung.

Im letzten Sommer musste es dann boho sein: Alles, was Fransen, Federn oder Spitze hatte, wurde sofort gekauft. Gladiatorensandalen liebte ich sehr. Im Winter wurden es dann Felljacken, Inuit Stiefel und gemütliche Layerings. Heute weiß ich, dass ich vor allem im Jahr 2015 versucht habe Stile anzunehmen und zu imitieren, weil ich der Meinung war, dass ich einen Klischee-Signature Stil benötigen würde um ein guter Modeblogger zu sein. Und ich weiß auch, dass ich mich selbst nur ein kleines Stück weit in diesen Stilen wiederfand.

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Boho Outfit
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Das Ende meiner aktuellen Stilreise

Mittlerweile glaube ich, dass ich meinen Stil gefunden habe. Natürlich wird er auch weiterhin variieren, aber im Großen und Ganzen bin ich da, wo ich jetzt bin sehr glücklich, denn alle Stile, die ich je hatte, sind ein Teil meines heutigen Stils: Ich liebe immer noch bunte Farben, ich liebe verspielte Kleidchen in Pastellfarben und Boho-Elemente. Mit jedem Teil, das ich mir in den vergangenen Jahren gekauft habe, habe ich meinen Stil ein Stück mehr definiert. Vor einiger Zeit habe ich einen Großputz gemacht und nur Lieblingsteile behalten. In meinen Schrank hängen Kleidungsstücke von vor 6 Jahren und Teile, die ich gestern gekauft habe. Einen Stil kann man selten mit drei Worten definieren und meinen Stil will ich auch nicht mit drei Worten definieren, denn er ist bunt, pastellfarben und schwarz und weiß, verspielt, boho-inspiriert und manchmal minimalistisch, sportlich, lässig und chic… Mein Stil ist von allem ein bisschen und trotzdem immer Ruth. Ich finde, gerade wenn man meine aktuellen Outfits nebeneinander sieht, kann man das sehr gut erkennen.

Wie hat euch meine kleine Stilreise gefallen? Wie würdet ihr euren Stil beschreiben und wie seid ihr zu ihm gekommen?

xoxo Ruth
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